Webstatistik 2016

2016 hat sich die Nutzung der website insider.de deutlich verringert. Wie die nach-stehende Statistik zeigt, haben sich die Besucherzahlen mehr als halbiert (41,5 % des Vorjahres), die Seitenaufrufe sind auf 71,5 % gesunken.

Diese Entwicklung war zu erwarten und entspricht dem nach über 25 Jahren insgesamt abnehmenden Interesse am MfS-Thema. Ursache hierfür ist, dass sich bei den potenziellen Interessenten (MfS-Mitarbeiter und sog. Opfer bzw. berufsmäßige „Aufarbeiter“) ein Generationswechsel vollzogen hat. Auf beiden Seiten sind viele Exponenten bereits verstorben oder aus Alters- und Gesundheitsgründen nicht mehr aktiv.

Dazu kommt, dass neue Themen – besonders 2016 – in den Vordergrund traten. (Flüchtlinge, AfD, Terror, USA-Wahlen, Russophobie usw. usf.) Die Berichterstattung zu MfS-Themen in den Leitmedien hat sich analog dazu extrem reduziert und korrespondiert mit erheblichen Rückgängen von Anfragen an die BStU.

Da die MfS-Geschichte abgeschlossen und als Thema weitgehend ausgelutscht ist, hält sich der Anteil neuer Erkenntnisse der Aufarbeitungsindustrie in überschaubaren Grenzen und hat sich im letzten Jahr vor allem auf die Entdeckung neuer Opfergruppen konzentriert, die jedoch nur noch bedingt mit dem MfS in Verbindung gebracht werden können (z.B. Heimkinder, „Tripperburg“ in Halle, Jugendgefängnisse, Benachteiligung von Christen in der DDR). Die öffentliche Demontage ehemaliger hauptamtlicher und inoffizieller Mitarbeiter des MfS wird zwar mit dem obligatorischen Empörungsfaktor ungebremst fortgesetzt, verliert aber nach 25 Jahren zunehmend an Überzeugungskraft, zumal sie sich im prominentesten Fall nun schon auf einen MfS-AZUBI fokussiert, dem es auch nichts gebracht hat, dass er seiner Vergangenheit abgeschworen hat. Andere Ansätze der Hetze gegen das MfS, wie das Thema „MfS-Kinder“ demonstrieren eher die stramme Gesinnung und Erwartungshaltung der Autoren als belastbare Fakten.

Bei vielen Veröffentlichungen handelt es sich lediglich um den wer weiß wie vielten Aufguss längst bekannter Anwürfe gegen das MfS, die aber deshalb ihren Charakter als Fake News nicht verlieren und oftmals längst widerlegt sind.

Die Insider-Seite kann deshalb objektiv immer weniger neue und aktuelle Entgegnungen oder Richtigstellungen veröffentlichen und hat dadurch zweifellos an Attraktivität verloren.

Positiv zu bewerten ist das weiter bestehende hohe Interesse an kompakten und authentischen Informationen über das MfS. Das zeigt sich besonders in den relativ hohen Seitenzugriffen auf die zum Downloaden freigegebenen Bücher über die Arbeit des MfS. Leider liegen dazu erst seit Oktober 2016 wieder konkrete statistische Werte unseres Providers vor. Die Zahlenangaben beziehen sich deshalb nur auf die Monate Oktober bis Dezember 2016. In diesen Monaten wurden das Sachbuch „Die Sicherheit…“ 2.767, das Buch „Fragen an das MfS“ 1.072, das Buch „Unbequeme Zeitzeugen I“ 664 und das Buch „Unbequeme Zeitzeugen II“ 771 mal aufgerufen.

 

 

W.S.

01.01.2017