jungeWelt

Wochenendgespräch

03.05.2008/Wochenendbeilage/Seite 1 (Beilage)

»Geschichte schreiben, nicht Geschichten erzählen«

Gespräch mit Werner Großmann. Über den Umgang mit der DDR-Auslandsaufklärung, die anhaltende Kalte-Kriegs-Hetze und das Ausblenden von Zeitzeugen. Und darüber, wie die sich wehren

Peter Wolter

Werner Großmann kam nach einer Maurerlehre und einigen Semestern Studium an der TH Dresden 1952 zur Schule des Außenpolitischen Nachrichtendienstes (APN) der DDR, dem Vorläufer der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA). Er studierte 1966/67 an der Parteihochschule in Moskau und schloß ein Fernstudium an der Juristischen Hochschule Potsdam 1972 als Diplom-Jurist ab. 1986 wurde er Nachfolger des langjährigen HVA-Chefs Markus Wolf und stellvertretender Minister des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Sein letzter Dienstgrad war Generaloberst.

In letzter Zeit häufen sich Fernsehfilme wie etwa »Die Frau vom Checkpoint Charly« oder der SOKO-Leipzig-Krimi »Unerwarteter Nahschuß«. Es geht immer wieder um ein Thema, nämlich die böse DDR-Staatssicherheit. Sie haben jahrzehntelang an hervorgehobener Stelle in diesem Ministerium gearbeitet. Was haben derartige Filme aus Ihrer Sicht mit der Realität zu tun?

Überhaupt nichts. Das sind Machwerke, die den Nachweis führen sollen, daß die DDR ein Unrechtsstaat und dessen Sicherheitsorgan, das Ministerium für Staatsssicherheit (MfS), eine verbrecherische Institution war. Die Realität ist eine ganz andere - wie viele andere habe auch ich sie miterlebt und mitgestaltet, ich weiß also sehr genau, wovon ich rede.

Was müßten diese Filme denn zeigen, wenn sie die Realität wiederspiegeln sollten?

Etwas davon ist z.B. in dem Film »12 heißt: ich liebe Dich« zu sehen. Realistische Wiedergabe von tatsächlichen Begebenheiten. Daß dies so war zeigt die widerliche öffentliche Reaktion von Hubertus Knabe, dem Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen, und seinesgleichen.

Die Filmemacher müßten zunächst einmal auch mit den Personen sprechen, die sie als verbrecherisch darstellen - im Rechtswesen gibt es immerhin den schon den alten Römern geläufigen Grundsatz »audiatur et altera pars«, auf deutsch: auch die andere Seite muß gehört werden. Ich will gar nicht in Abrede stellen, daß es Menschen gibt, die in der DDR Unangenehmes erlebt haben, sie sollen ihr Schicksal auch schildern können. Aber lediglich aus den subjektiven Erzählungen Betroffener auf die Realität schließen zu wollen, ist intellektuell unsauber und führt mit Sicherheit zu Falschdarstellungen.

 

Es gibt sicherlich vieles, was man an der DDR schon damals kritisieren konnte. Aber warum fokussieren sich die Redaktionen von Fernsehen und von Zeitungen so auf das MfS?

Ich würde das nicht nur auf die Medien beschränken. Diese Fokussierung ist ja politisch gewollt, sie wird bewußt nicht nur staatlichen Institutionen aufgezwungen, sondern auch gesellschaftlichen Einrichtungen. Natürlich in erster Linie auch den Medien, weil diese eine große Rolle bei der Formierung der öffentlichen Meinung spielen.

Wenn man diesen Berichten Glauben schenkt, war das MfS ungefähr so etwas wie der Vorhof der Hölle. Seit Ende 1990 gilt auf dem Gebiet der Ex-DDR allerdings das bundesdeutsche Recht. Müßte man die angeblichen Untaten des MfS nicht auch in Gerichtsurteilen gegen dessen Mitarbeiter wiederfinden?

Auch hier ist die Realität eine ganz andere. Zur Allgemeinbildung eines durchschnittlichen deutschen Zeitungslesers gehört doch heutzutage, daß das MfS gefoltert hat, daß Dissidenten in die Psychiatrie kamen, daß Kinder ihren Eltern weggenommen wurden. Schauen wir uns die Zahlen an, wie sie z.B.der Jurist Friedrich Wolff in seinem Buch: »Einigkeit und Recht« wiedergegeben hat. Die BRD-Justiz hat demnach etwa 100000 Ermittlungsverfahren gegen Grenzsoldaten, Juristen, MfS-Angehörige und DDR-Politiker eingeleitet. Wolff zitiert den früheren Generalstaatsanwalt Christoph Schaefgen, der das 2000 in der Zeitschrift Neue Justiz bilanziert hat: Bis Anfang 1999 gab es nach seinen Erkenntnissen nur etwa 300 rechtskräftige Verurteilungen. Die Rechtsprofessoren Klaus Marxen und Gerhard Werle von der Humboldt-Universität Berlin sind laut Wolff etwas präziser, sie zählten 289 Verurteilungen - davon waren 86 Geldstrafen, 184 Freiheitsstrafen mit und 19 ohne Bewährung. Es gab demnach keine einzige Anklage wegen Folter, Zwangsadoptionen oder Einweisungen in die Psychiatrie.

Laut Schaefgen waren nur 25 Verurteilte Angehörige des MfS. Davon wurde einer zu einer Freiheitsstrafe, 22 zu Freiheitsstrafen auf Bewährung, einer zu einer Geldstrafe verurteilt, einer wurde verwarnt. Die Frage wird in der Öffentlichkeit natürlich nicht gestellt, inwiefern diese Verurteilungen politisch motiviert waren. Ich gebe allerdings gerne zu, daß das eine oder andere Verfahren durchaus berechtigt war. Sicherlich hat es auch bei uns, wie eben auch in BRD-Behörden, Gesetzesverletzungen gegeben. Und wenn sie beweiskräftig erwiesen und nicht politisch motiviert sind, sind sie auch zu ahnden.

Zum Komplex der Auslandsaufklärung: Ich selbst wurde direkt am Tag der sogenannten Wiedervereinigung, am 3. Oktober 1990, vom Bundeskriminalamt auf Grund eines schon im September 1990 erlassenem Haftbefehls verhaftet. Dann gab es gegen mich eine Anklage wegen Landesverrats. Das Verfahren wurde 1995 durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts abgeschlossen. Darin heißt es: »Die Angehörigen der Geheimdienste der DDR hatten - wie die Geheimdienste aller Staaten der Welt - eine nach dem Recht ihres Staates erlaubte und von ihm sogar verlangte Tätigkeit ausgeübt«. Das heißt für uns, die DDR-Mitarbeiter der Auslandsaufklärung, daß unsere nachrichtendienstliche Tätigkeit nicht unter Strafe gestellt wurde. Anders sah es für unsere Kundschafter aus, die in westlichen Ländern, insbesondere in der BRD und in Westberlin, gearbeitet haben.

Es wird in Medien immer wieder behauptet, die HVA habe zur Nachrichtengewinnung Erpressung, Bestechung etc. eingesetzt.

Sowohl unser Dienst als auch die Gegenseite haben mit dem Ziel, Personen zur Mitarbeit zu gewinnen, im wesentlichen zu ähnlichen Methoden gegriffen. Wir haben aber viel stärker auf die ideologisch-politische Überzeugung gesetzt, uns ging es schließlich darum, einen Krieg zu verhindern. Auf diese Weise konnten wir Kundschafter gewinnen, die sehr lange Zeit sehr verläßlich und erfolgreich mit uns zusammengearbeitet haben. Die Gegenseite hingegen setzte vorwiegend auf Geld und Druck - was, wenn überhaupt, bestenfalls kurzfristige Erfolge brachte. Uns ist es gelungen, eine Vielzahl dieser Agenten dazu zu bringen, nur zum Schein für den Westen, in Wirklichkeit aber für uns zu arbeiten.

 

Im Zentrum der Kampagne gegen das MfS steht immer wieder das frühere Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen. Durch diese heutige »Stasi-Gedenkstätte« werden jedes Jahr Tausende Berlin-Besucher geschleust, darunter viele Schulklassen. Ihnen allen wird dort vermittelt, wie grausam es in der DDR zuging. Als Journalist habe ich schon den einen oder anderen BRD-Knast besucht - einen wesentlichen Unterschied habe ich nicht erkennen können. Was ist eigentlich das Besondere an Hohenschönhausen?

Ich hatte in meiner dienstlichen Tätigkeit nichts mit der Führung von Haftanstalten in der DDR zu tun, weiß aber, daß die Unterbringung der Gefangenen und die Verhörmethoden sich in keiner Weise von dem Vorgehen westlicher Länder unterschieden Es war aber allemal humaner, in der DDR einzusitzen, als etwa in Frankreich oder Spanien. Kundschafter von uns können das aus eigenem Erleben bezeugen. Ich selbst war z.B. 1993 für sechs Wochen in der Westberliner Haftanstalt Lehrter Straße in Beugehaft und zeitweise zu Zeugenaussagen geladen in Moabit - ich weiß also aus eigenem Erleben, wie man dort mit Gefangenen umgeht. Beugehaft ist nun zugegebenermaßen nicht die strengste Verwahrung, reicht aber durchaus, um psychischen Druck zu erleben. Von psychischem Druck braucht mir also niemand etwas zu erzählen.In allen Knasten gibt es sogenannte Beruhigungszellen - auch Gummizellen genannt. In Hohenschönhausen wird dies als besonderes Martyrium dargestellt, aber niemals erwähnt, daß es in Westberliner Knast Moabit viel mehr solcher Einrichtungen gibt. So manches von dem, was in Hohenschönhausen gezeigt wird, wurde erst nachträglich eingebaut, wie die sogenannte Wasserzelle. Den Besuchern werden dort also Dinge vorgeführt, die es nie gegeben hat. Auch das an Zellenwänden klebende Blut hat es nie gegeben.

 

Am 22. April erschien in der Linkspartei-Zeitung Neues Deutschland ein Bericht über eine Fotoausstetluns in Hohenschönhausen, Titel »Im Namen der guten Sache?«. Daraufhin hagelte es empörte Leserbriefe, von denen jedoch keiner abgedruckt wurde. Wie ist Ihr Kommentar dazu?

Ich lese das Neue Deutschland schon seit langem nicht mehr. Freunde haben mir diesen Artikel aber kopiert, ich bin entrüstet darüber. Das war so mit das Schlimmste, was ich an Hetze gegen die DDR seit langem gelesen habe. Der Autor hat nur Häme ausgegossen und die verfälschten Darstellungen über die Haftanstalt Hohenschönhausen bedient. Er hat nicht einmal versucht, einen eigenen Gedanken beizusteuern oder sich nach Hintergründen zu erkundigen. Von Folter z. B. ist darin die Rede, von Schreien aus der Nachbarzelle - wo bitte hat es Folter gegeben? Welchen Beweis gibt es dafür, wer ist deswegen verurteilt worden? Wenn es das gegeben hätte, wäre die BRD-Justiz mit Sicherheit tätig geworden. Ein anderes Beispiel: In dem Beitrag heißt es, man solle nicht über die Folter auf dem US-Stützpunkt Guantänamo sprechen, sondern über Hohenschönhausen. Das ist doch ein Skandal sondergleichen! Der Beitrag wimmelt von Lügen. Und daß so etwas mittlerweile im ND erscheinen kann, wundert mich seit längerem nicht mehr.

 

Nicht nur das MfS als Ganzes, auch die HVA wird von den Medien, von Opferverbänden oder von Politikern der CDU, der SPD oder den Grünen angegriffen. Ist der Eindruck richtig, daß diese Kritik auch dazu dient, die unbestreitbaren Leistungen der HVA klein zu reden? BND und CIA haben nicht annähernd so erfolgreich gearbeitet.

Das ist sicher auch ein Motiv für die immer wiederkehrenden Angriffe. Man versucht nicht nur, unsere erfolgreiche Arbeit zu verschweigen, sondern auch zu suggerieren, wir hätten daran gearbeitet, die BRD oder andere Staaten zu unterwandern, zu destabilisieren und schließlich zu liquidieren. Das ist alles Quatsch, das hat es gar nicht gegeben. Unsere Aufgabe war, für die Erhaltung und Sicherung des Friedens zu arbeiten. Dem diente z.B. auch unser Beitrag zum Scheitern des Mißtrauensvotums gegen den früheren Bundeskanzler WillyBrandt. Unsere Aufgabe war, zur äußeren Sicherheit der DDR und der anderen Staaten des Warschauer Paktes beizutragen.

Es ist richtig, daß wir sowohl in der politischen als auch in der militärischen, wirtschaftswissenschaftlichen und technischen Aufklärung große Erfolge hatten. Auch in der Aufklärung der gegnerischen Geheimdienste. Von bundesdeutscher Seite wird das gerne abgestritten - von Wissenschaftlern oder auch ehemaligen Geheimdienstlem anderer Staaten durchaus bestätigt. Diese Erfahrung haben wir bei bislang drei internationalen Konferenzen über die Geschichte der HVA immer wieder gemacht.

 

Die letzte Konferenz dieser Art fand am 17.118. November 2007 im dänischen Odense statt - sie wird dokumentiert in dem jetzt erschienenen I.Band der Geschichte der HVA unter dem Titel »Hauptverwaltung A - Geschichte, Aufgaben Einsichten«. Wie kam es zu dieser Publikation?

Die erste Konferenz zum Thema HVA gab es 1994 in Berlin, unter dem Titel »Duell im Dunkeln«. Daran nahm auch ehemalige Geheimdienst-Prominz aus der BRD teil - etwa Heribert Hellenbroich, der sowohl Präsident des Bundesverfassungsschutzes als auch des BND war. Oder Flottillenadmiral a. D. Elmar Schmähung, der den Militärischen Abschirmdienst geleitet hatte. 2004 gab es - ebenfalls in Berlin - eine Konferenz unter der Fragestellung »Spionage für den Frieden?«. Einer der Teilnehmer war der langjährige Osteuropa-Verantwortliche der CIA, Milton Bearden. Er würdigte in seinem Redebeitrag ausdrücklich den Beitrag, den die Auslandsaufklärung der DDR für die Erhaltung des Friedens geleistet hat. Ähnlich äußerte sich Witali W. Korotkow, früher hoher Offizier des sowjetischen Geheimdienstes KGB. Über diese Konferenzen haben die deutschen Medien so gut wie gar nicht berichtet.

Im vergangenen Jahr nun wollte das Zentrum für die Erforschung des Kalten Krieges der süddänischen Universität Odense ebenfalls hier in Berlin eine Konferenz zur Geschichte der HVA abhalten. Die Birthler-Behörde wollte anfangs mit Historikern daran teilnehmen, zog sich dann aber zurück, weil die Dänen auch ehemalige NVA-Offiziere als Zeitzeugen hören wollte. Und schließlich wurde sogar durchgesetzt, daß das für diese Konferenz fest gebuchte Harnack-Haus nach Interventionen der Birthler-Behörde, von Opferverbänden etc. gekündigt wurde. Die Tagung fand dann aber doch statt: In Odense und ohne Birthler-Behörde. Fast ohne: Der Historiker Helmut Müller-Enbergs ließ durch einen Kollegen seinen Beitrag verlesen, was ihm hausintern enorme Schwierigkeiten einbrachte. Auf der Konferenz hielten elf ehemals leitende H VA-Mitarbeiter und 13 Wissenschaftler aus mehreren Ländern Referate. Die internationale Resonanz war sehr beachtlich.

Die nationale aber auch.

Das trifft zu, in deutschen Zeitungen wurde die Konferenz aber lediglich als Demonstration ewiggestriger und unbelehrbarer MfS-Hardliner dargestellt. Daß ausländische Wissenschaftler teilgenommen hatten, wurde - wenn überhaupt - nur am Rande erwähnt. Und auf Inhalte ging - bis auf die junge Welt - kein einziger der

Korrespondenten ein. Die Berichterstattung stand voll in der Tradition der schlimmsten Zeiten des Kalten Krieges.

 

Der Konferenz-Band sollte eigentlich, so war wohl die Absprache, von der Universität Odense herausgegeben werden. Jetzt erscheint er aber in Berlin - warum?

Es war mit der Universität Odense vereinbart, daß unsere Beiträge jeweils 20 Minuten dauern sollten. Mitunter war das Vortragsmanuskript aber viel umfangreicher, deswegen sollten die Texte anschließend in voller Länge in einem Buch abgedruckt werden, das die Universität zur Dokumentation herausgeben wollte. Wir haben umgehend alle unsere Unterlagen bei der Universität abgegeben - damit war unser Teil der Zusagen erfüllt. Zusätzlich sollten in dem Band natürlich die Referate erscheinen, die Wissenschaftler aus den USA, Großbritannien, den Niederlanden und Schweden gehalten haben. Dann gab es jedoch das negative Medienecho in Deutschland, daraufhin wurde offenbar von deutscher Seite Druck auf die Dänen ausgeübt. Im Detail weiß ich natürlich nicht, was da gelaufen ist und wer wem was angedroht hat - jedenfalls nahmen die Verantwortlichen der Universität Odense plötzlich Abstand von dem Vorhaben, einen kompletten Konferenz-Reader herauszubringen. Uns wurde mitgeteilt, daß wahrscheinlich nur die Beiträge der westlichen Wissenschaftler publiziert würden, aber nicht die aus den Reihen der HVA. Daraufhin haben wir nicht lange gefackelt und selbst das jetzt vorliegende Buch herausgegeben. Die Beiträge der ausländischen Wissenschaftler sind darin auch wiedergegeben, wenn auch nicht im Wortlaut, sondern nur in referierender Form. Wir planen schon seit längerem, die Geschichte der HVA festzuhalten. Dazu gibt es schon umfangreiche Vorarbeiten. Dieses Buch ist der erste Band einer geplanten Reihe.

Welche Themen stehen als nächste an?

Geplant sind viele Themen. Im Herbst wird nach unserer bisherigen Planung der zweite Band erscheinen, darin geht es um den Sektor Wissenschaft und Technik der HVA. Weitere Themen sind noch nicht im Detail festgelegt, aber es gibt schon eine Menge Material. Wir werden natürlich auch Fragen berücksichtigen, die von den ausländischen Referenten bei der Konferenz in Odense aufgeworfen wurden. Unser Vorhaben steht unter dem Motto, Geschichte zu schreiben und keine Geschichten zu erzählen.

Rechnen Sie damit, daß versucht wird, diese Publikationen zu behindern oder gar zu verhindern?

Man muß immer damit rechnen, daß das versucht wird. Ich selbst habe es zu spüren bekommen, als ich 2001 mein Buch »Bonn im Blick« vorstellen wollte. Da gab es von einer im Buch genannten Person den Antrag auf einstweilige Verfügung, mit der sie die Veröffentlichung verhindern wollte. Erst eine halbe Stunde vor der öffentlichen Präsentation des Buches erhielt ich den Bescheid eines Hamburger Gerichts, daß diese einstweilige Verfügung zurückgewiesen wurde. Ich sehe aber juristisch keine Möglichkeiten, gegen das jetzt vorliegende Buch vorzugehen.