Veronica Ferres und die Folterzelle in Hoheneck

 

In der DDR war Folter ein Verbrechen. Die führenden Partei- und Staatsfunktionäre waren Antifaschisten und haben den Terror des Faschismus am eigenen Leib verspürt. Nie hätten sie faschistische Methoden geduldet. Folgerichtig trat die DDR der Antifolterkonvention der UNO bei und Verbot alle Arten von Folter. Sie wurde diesbezüglich auch nie in der Antifolterkommission der UNO kritisiert, auch nicht von den Vertretern der BRD.

 

Im Strafvollzug der DDR hat es zu keiner Zeit irgendeine Form der Folter gegeben, dies mussten auch die bundesdeutschen Untersuchungen durch die Sonderermittlungstelle ZERV nach 1990 bestätigen. Mittels Sondergesetzen (Aufhebung der Verjährungsfristen) und zielgerichteter Auswertung der Unterlagen von DDR-Flüchtlingen in der Dienststelle Salzgitter konnte kein hinreichender Tatverdacht auf Folter ermittelt werden. Es gelang jedoch ein paar wenige (nach meiner Kenntnis fünf) Fälle von Rechtsverletzungen durch Strafvollzugsangehörige aufzudecken, die gegenüber Gefangenen körperliche Gewalt angewendet haben sollen. Diese Strafvollzugsangehörigen wurden für Taten, die über 20 Jahre zurück lagen, zu Bewährungsstrafen verurteilt. Nur ein Angehöriger des Strafvollzuges bekam eine Freiheitsstrafe.

 

In einer Fernsehsendung bei Beckmann berichtete Veronica Ferres, dass sie bei Dreharbeiten zum Film „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ im Frauengefängnis Hoheneck in einer Zelle stand, wo Frauen an die Wand gekettet wurden und stundenlang im kalten Wasser stehen mussten. Die Folge seien Unterleibserkrankungen, ja sogar Todesfälle gewesen. Nun fragt man sich, wer hat warum Frau Ferres so belogen? Wieso können Menschen solche Verleumdungen in die Welt setzen? Die Antwort ist einfach: Es ist politisch gewollt die DDR zu diffamieren. Die DDR existiert nicht mehr und kann sich nicht dagegen wehren. Gegen die Verleumdungen der Frau Ferres kann man sich nicht wehren. Dementis von Zeitzeugen werden nicht veröffentlicht. Bei Gericht dagegen klagen kann nur ein Mensch der persönlich genannt und angegriffen wurde. Dies aber haben die Fernsehmacher bei Beckmann und auch Frau Ferres absichtlich vermieden. Und so können die Lügen im Raum stehen bleiben und erzielen ihre Wirkung.

 

Die in der Sendung genannte Wasserfoltergrube soll es nach Berichten anderer Medien in der Nazizeit in Hoheneck gegeben haben. Bei Bombenangriffen wurde sie zerstört und nach 1945 für Dreharbeiten für DEFA Filme wieder aufgebaut und beim Drehen an Orginalschauplätzen genutzt. Ob dies Frau Ferres wusste ist nicht bekannt.

 

Winderlich

Haren/Ems