„Spiegel“ suggeriert: „Kinder für tot erklärt und heimlich von der Stasi zur Adoption freigegeben“

 

Unter dem Titel „Kindstod in der DDR“ spekuliert „Der Spiegel“ vom 02.12.2010 mit Mutmaßungen einer Mutter von Zwillingen, welche in der 28. Schwangerschaftswoche als Frühgeburten kurz nach ihrer Geburt verstorben waren. Angeblich fehlende Totenscheine reichen dafür aus, die alte Platte von den Zwangsadoptionen in der DDR neu abzuspielen. Zitat: „Ich kann mir gut vorstellen, dass die Zwillinge an Stasi-Hardliner gegeben wurden - als Geschenk für ihre Systemtreue“.

Allein eine solche Fiktion reicht für eine herzzerreißende Story aus – aber auch laut „Spiegel“ mangelt es dafür an Beweisen. Gegenbeweise, wie vorhandene Obduktionsberichte und eindeutige Erklärungen von Ärzten werden erwähnt und zugleich angezweifelt, wie auch der Verdacht eines Arztes, dass die Kronzeugin eine neurotische oder psychotische Reaktion zeigen könnte.

Wie tief wird der „Spiegel“ bei seiner antikommunistischen Brunnenvergiftung wohl noch sinken?

W.S.

09.12.2010