„Wer die Stasi-Beauftragten abschafft, gefährdet Menschenleben“

Das jedenfalls behauptet Lutz Rathenow der sächsische Landesbeauftragte  in einem Interview mit der „Thüringer Allgemeine“ vom 13.12.2012.

Zunächst dachte ich, dass es darum geht, dass Herr Rathenow bei Verlust seines gut dotierten Postens in Gefahr gerät, als Obdachloser in eisiger Kälte zu erfrieren. Die Antwort gibt er selbst auf die Frage, ob es darum gehe, die Existenz der Behörde zu sichern: „Selbstverständlich nein“.

Es ist alles ganz anders. Herr Rathenow hat nämlich durch ein Schreiben an die Krankenkasse und einen neuen Heimkinderfond jemanden, der aus politischen Gründen im Jugendwerkhof Torgau war, zu beschleunigter ärztlicher Behandlung plus Kur verhelfen können.

Da stellt sich schon die Frage, ob man nicht das gesamte Gesundheitswesen der BRD seiner Behörde unterstellen sollte. Immerhin wären dann alle Finanzierungsprobleme gelöst und es könnten noch viel mehr Menschenleben gerettet werden.

W.S. 19.12.2012

PS.: BZ online titelte am 14.12.2012 „Wir werden im Abi sogar in Stasi geprüft“ und das scheint am Friedrich-Ebert-Gymnasium in Wilmersdorf tatsächlich der Fall zu sein. Warum dazu keine Lehrbeauftragten oder Prüfungskommissare aus dem MfS eingesetzt werden, wurde aber nicht erklärt.