Ministerium für Staatssicherheit (MfS)

Vorläufer:

Ministerium des Innern (MdI), Hauptverwaltung "Schutz der Volkswirtschaft" u. Kommissariate 5 der Deutschen Volkspolizei

Gründung:

8. Februar 1950

Gründungsakte:

Gesetz über die Bildung des Ministeriums für Staatssicherheit vom 8. Februar 1950,
(ab 1953 war das MfS zeitweilig in ein Staatssekretariat für Staatssicherheit umgewandelt und dem MdI eingegliedert worden)

weitere gesetzliche u.a. rechtliche Grundlagen:

Verfassung der DDR (Neufassung) v. 7.10.1974

Verteidigungsgesetz der DDR v. 20.9.1961

Gesetz ü.d. Aufgaben der Deutschen Volkspolizei
20(2), (1968, Neufassung 1971) ;
Statut des Staatssekretariats für Staatssicherheit v. 15.10.1953;
Statut des MfS v. 30.7.1969

Unterstellung:

Ministerrat der DDR und
Verteidigungsrat der DDR

Gesetzlicher Auftrag:

Sicherheitsorgan; mit Teilbereichen auch Rechtspflegeorgan;
Schutz des Friedens und der Souveränität der DDR; Auslandsaufklärung und Spionageabwehr; Terrorismusabwehr; Sicherung der sozialistischen Gesellschaftsordnung, insbesondere Schutz der Volkswirtschaft ; Sicherheitsüberprüfungen; Schutz der Staatsgeheimnisse

Befugnisse:

Befugnis "zur Anwendung spezifischer Mittel und Methoden" (= nachrichtendienstliche Mittel und Methoden); polizeiliche und strafprozessrechtliche Befugnisse

Grundgliederung:

Dienste für Auslandsaufklärung, Spionage-Abwehr, Dienste zum Schutz des Staates, der Volkswirtschaft, für Ermittlungen, Untersuchungen, Terrorismusabwehr,
Personen- und Objektschutz

Personal:

1989: 68 000 Mitarbeiter (ohne Wachregiment u. ohne Sportvereinigung Dynamo)

Im Staatshaushalt ausgewiesene Mittel:

Angaben liegen nicht vor