Leserbrief, veröffentlicht im "Neuen Deutschland" vom 06.10.03

 

Hat es sich gelohnt?

Zu "Das zweite Leben-  und die Angst" (ND vom 2.10.):

 

Müller-Enbergs Versuch, das Buch der DDR-Kundschafter im Westen zu verreißen, ist nicht ungewöhnlich. Von einem leitenden Mitarbeiter der Gauck/Birthler Behörde ist nichts anderes zu erwarten. Ungewöhnlich ist dagegen, dass ausgerechnet das ND ihm dazu den Platz zur Verfügung gestellt hat und dann seinen Lesern nicht einmal erklärt, wer dieser Müller-Enbergs ist und wofür er steht. "Hat es sich gelohnt? Hier wurde Leben für eine Sache verbraucht, die untergegangen ist", schreibt Müller-Enbergs in seinem letzten Satz und macht damit seine "Logik" deutlich: Nur weil die Sache untergegangen ist, war bereits der Versuch, sie aufzubauen Unsinn, und alle, die sich daran beteiligt haben, waren Idioten.

Rainer Rupp

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