Wort gehalten

 

Nach einem Jahr liegt nunmehr zum Buch "Unbequeme Zeitzeugen. Erinnerungen von MfS-Angehörigen" ein zweiter Band unter dem Titel "Wir geben keine Ruhe. Unbequeme Zeitzeugen II"  vor. Seit 25 Jahren tobt die Erinnerungsschlacht. Die Behauptungen, wie das Leben in der DDR angeblich gewesen sein soll, werden immer alberner und obstruser, die Lügen dreister und die Verdrehungen ständig dümmer. Besonders anhaltend, wenn es um das Thema "Stasi" geht. Deshalb ist Widerspruch notwendiger denn je. Das ist auch die Botschaft des zweiten Bandes. Darin erinnern sich Frauen und Männer, Wirtschaftskapitäne und Werftarbeiter, Theologen und Pädagogen, natürlich auch hauptamtliche und Inoffizielle Mitarbeiter des MfS, die mit ihrer Arbeit zum Schutz und zur Stärkung der DDR  zugleich Friedensdienst geleistet haben.  Weil dafür noch immer an den Rand gedrängt, ausgegrenzt und geschmäht, verstummen sie nicht. Vielmehr legen sie weiter Zeugnis ab und deshalb geben sie keine Ruhe.

Wolfgang Schwanitz/Reinhard Grimmer (Hrsg): Wir geben keine Ruhe. Unbequeme Zeitzeugen II; Verlag am Park, Berlin 2015, 19,99 Euro,ISBN 978-3-945187-39-5