Wolfgang Schwanitz / Reinhard Grimmer (Herausgeber)

Unbequeme Zeitzeugen. Erinnerungen von MfS-Angehörigen

(Verlag am Park Berlin, 2014)

ISBN 978-3-945187-08-1, 485 Seiten, Preis: 19,99 €

 

Mit den Standardwerken zur Arbeit des MfS „Die Sicherheit...“ und „Fragen an das MfS“ konnte und kann sich jeder objektiv und jenseits der üblichen Verleumdungen und Diffamierungen über die Abwehrarbeit des MfS informieren.

 

Das vorliegende Buch ergänzt diese Editionen in eindrucksvoller Weise. 16 Autoren, beschreiben aus ihrer subjektiven Sicht ganz konkret ihre eigene Arbeit und ihre Erlebnisse im und mit dem MfS. Sie schildern, wie sie selbst auf den Feldern der Spionageabwehr, der Sicherung der Volkswirtschaft und in der Untersuchungstätigkeit zum Schutz der DDR beigetragen haben, wie sie Feindtätigkeit gegen die DDR aufdecken und verhindern konnten.

 

Neben 15 Autoren (14 Männer und eine Frau) aus den Reihen des MfS berichtet der ehemalige Stellvertretende Vorsitzende des Ministerrates und Minister für Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR, Dr. Hans Reichelt, wie er in  seiner Funktion mit dem MfS zum Nutzen der DDR zusammengearbeitet hat. Eine Sicht, die bisher völlig ausgeblendet blieb.

 

In den Lebenserinnerungen der Autoren wird deutlich, welche Mühe und Anstrengungen erforderlich waren, um Erfolge in der Arbeit zu erreichen, aber auch, wie Arbeitsergebnisse immer neu hinterfragt werden mussten, um sich ein wahrheitsgemäßes Bild von Personen und Ereignissen machen zu können. Die Autoren berichten auch über Fehleinschätzungen und Fehlschläge in ihrer Arbeit, Überlegungen und Maßnahmen, die nicht die gewünschten Ergebnisse brachten.

 

Die Arbeit des MfS und seiner Mitarbeiter, die ehrliche Überzeugungen und die humanistische Gesinnung von denen sie bestimmt war, werden in diesem Buch sachlich dokumentiert.

 

„Unbequeme Zeitzeugen“ kann deshalb allen, die an einer wahrheitsgemäßen Aufarbeitung der Geschichte des MfS und der DDR interessiert sind, als wichtige und besonders kompetente Ergänzung zu vielen anderen Zeitzeugenberichten nur wärmstens empfohlen werden.

 

Das Angebot der Autoren, ihr Buch auf Veranstaltungen vorzustellen, sollte in möglichst vielen TIG genutzt werden. Durch die Geschäftsstellen der ISOR und der GRH wird den Verkauf des Buches aktiv unterstützt.

 

W.S.